Grüne Jugend lässt Atomkraftwerke zerstören
27.04.2009
Zum Gedenken an den verheerenden Reaktorunfall in Tschernobyl, der sich in dieser Woche zum 23. Mal jährte, protestierte die Grüne Jugend gegen die zivile und militärische Nutzung der Atomenergie. Verhüllt in weiße Schutzanzüge und mit Atemmasken stellten sie ihre „Atommüllfässer“ in der Gütersloher Innenstadt auf und machten auf die Risiken der Kernenergie aufmerksam. Vor Ort konnten die PassantInnen bereits einen ersten symbolischen Schritt gehen und ein Atomkraftwerk aus Keks und Schokokuss buchstäblich vernichten. Daneben wurden Informationen über die Gefahren der nuklearen Stromerzeugung vermittelt. Die Mitglieder der Jugendorganisation von Bündnis 90/Die Grünen hatten sich zuvor intensiv auf das Thema vorbereitet. „Hoch radioaktive Abfälle, die bei der Kernspaltung im Kraftwerk entstehen, strahlen noch mehrere hunderttausend Jahre lang gefährlich. Das ist ein für die Menschheit nicht überschaubarer Zeitraum“, sagt Henrik Gebauer, Sprecher der Grünen Jugend, der in Bielefeld Physik studiert. „Ein Umstieg auf 100% ökologische Energieformen ist zwar nicht von heute auf morgen, aber in absehbarer Zeit möglich und auch unumgänglich. Aber auch jetzt wäre schon viel mehr möglich“. Durch den einfachen Umstieg auf einen atomstromfreien Tarifs kann jede/r Einzelne ganz einfach helfen, den Umstieg auf erneuerbare Energien zu beschleunigen. Auch die Stadtwerke Gütersloh, die im Standardtarif 34% Atomstrom liefern, bieten einen solchen Tarif an. So kann man ein Zeichen setzen, dass der Atomstrom ausgedient hat und es Zeit wird für die zukunftsweisenden, erneuerbaren Energien.
Jens und Isabelle




