Jul 20

„Manege frei von Tierquälerei“

Unter dem Motto „Manege frei von Tierquälerei“ zeigten wir bei der gestrigen Demonstration vor dem Circus Krone in Gütersloh unseren Protest bezüglich des Einsatzes von Wildtieren im Zirkus.

Zirkus Krone

Jul 07

Vergessene Solidarität

Seit dem Dezember des Jahres 2012 leben in den ehemaligen Gebäuden der Gerhart-Hauptmann-Schule in Berlin Kreuzberg mehr als 200 asylsuchende Flüchtlinge, sowie Obdachlose und Roma-Familien. Was im März desselben Jahres mit einem Hungerstreik und einem anschließenden politischen Protestmarsch von Würzburg nach Berlin begann, erlebte seine Sternstunde in der Besetzung der damals leerstehenden, vormals schulisch genutzten Räumlichkeiten. Die Forderungen der Flüchtlinge bezogen sich dabei auf eine Unterbindung der Abschiebungen, die Abschaffung der Residenzpflicht und das Recht auf eine menschenwürdige Behandlung. Die Gerhart-Hauptmann-Schule sollte so zu einem Ort des Protests werden, in welchem die Menschen Schutz suchen konnten. Eintreten konnte jeder, der will, um so einen möglichst unbeschränkten Raum der Selbstbestimmung zu erschaffen.

Dies führte allerdings schnell dazu, dass sich in den besetzten Flächen mehr Menschen ansammelten als gewollt. Zu den bereits dort lebenden Flüchtlingen stießen nach kurzer Zeit Obdachlose und Drogenabhängige, was sowohl die politische Arbeit hemmte, als auch zu weiteren Problemen führte. Die große Anzahl an Menschen zeigt zwar zum Einen das Ausmaß der gesellschaftlichen Problemfelder, zum Anderen lässt sie die Unterstützer der Schule aber auch an ihre organisatorischen Grenzen stoßen. Wie sollen auch die überwiegend autonomen Unterstützer der linken Szene soziale Arbeit verrichten, die der Staat nicht leistet.

Im November 2013 kommt es bereits zu ersten Übergriffen innerhalb der Schule. Ein Bewohner wird mit einem Messer angegriffen und erleidet schwere Verletzungen. Vor einigen Monaten kam es sogar zur Tötung eines Flüchtlings. Um der Situation Einhalt zu gebieten, stellte das Land Berlin schließlich Unterkünfte bereit, aber nicht alle Flüchtlinge entschieden sich dazu, die Schule zu verlassen. Ein harter politischer Kern weigerte sich, die Besetzung aufzugeben und stellte weitere Forderungen. Unter anderem die nach einer strikteren Kontrolle bezüglich der Aufnahme von neuen Bewohnern. Die grüne Bezirksregierung reagierte radikal mit polizeilicher Abschottung der die Schule umgebenden Gebiete und drohte sogar mit der Räumung der Schule. Die Flüchtlinge konterten mit Suiziddrohungen. Schließlich kam es jedoch vorerst zu einer Einigung zwischen der Bezirksregierung und den Besetzern der Schule. So werden die Flüchtlinge zunächst weiter in der Schule geduldet, wobei die ersten beiden Etagen geräumt werden. Lediglich die dritte Etage sowie das Dach sind für die Besetzung und den Protest zulässig. Weiterhin finden durch die Polizei geregelte Ein- und Ausgangkontrollen statt und die Grüne Regierung erklärt sich zu kleineren Sanierungsarbeiten innerhalb der Schule bereit.

Diese Einigung wirkt auf den ersten Blick wie eine Einsicht der Grünen Bezirksregierung. So versucht diese es zumindest zu verkaufen. Erst durch die Androhung der polizeilichen Räumung habe diese die Flüchtlinge unter Druck gesetzt, im Endeffekt aber dennoch zur Kompromisslösung beigetragen. Allerdings hat die Bezirksregierung erst durch ihren Ruf nach einem Polizeieinsatz eine Eskalation herbeigeführt. Die Besetzer sind schließlich Flüchtlinge, die nichts mehr zu verlieren haben und sich so auch auf Kosten ihres Lebens zur Wehr setzen. Die Grünen kündigten ihre anfängliche Solidarität mit den Flüchtlingen auf und entlarvten ihre politischen Forderungen so als heiße Luft. Die Flüchtlinge dürfen zwar bleiben, allerdings nur, weil sie unter Einsatz ihres Lebens dafür kämpften und die Bezirksregierung nun doch vor dem letzten Mittel zurückschreckte.

Willkommen, so scheint es zumindest, sind die Flüchtlinge dort nicht mehr. Zwar ist es faktisch nicht möglich, dass eine Bezirksregierung für die Flüchtlinge ein Bleiberecht ausspricht, allerdings liegt es sehr wohl in der Macht dieser Regierung, denen eine anständige Lebensgrundlage zu bieten, die dafür kämpfen. So gibt die Bezirksregierung immer wieder vor sich beim Senat für ein Bleiberecht auszusprechen, dennoch sehen es viele so wie bereits Innensenator Henkel, welcher sich gegen eine Sonderbehandlung der Flüchtlinge ausspricht. Hierbei vergessen diese Herrschaften allerdings viel zu leicht den proklamierten Paragraphen 23 des Aufenthaltsgesetzes, welcher die Aufnahme einer bestimmten Gruppierung aus „völkerrechtlichen oder humanitären Gründen oder zur Wahrung politischer Interessen“ legitimiert. Diese „Sonderbehandlung“ ist also durchaus gesetzlich vorgeschrieben. Es sind gerade diese Flüchtlinge, welche die Debatte um die deutsche Asylpolitik voranbringen, weshalb die Anwendung dieses Paragraphen mehr als vertretbar wäre.

Wir fordern ein dauerhaftes Bleiberecht für Flüchtlinge!

Jun 20

Filmabend „Zukunft pflanzen“

 

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Am 23 .05 haben wir, die Grüne Jugend Kreis Gütersloh, im Löwenherz den Film „Zukunft pflanzen“ gezeigt und zu einer anschließenden Diskussion eingeladen. Der Film zeigt Alternativen zur konventionellen Landwirtschaft auf, die ohne Pestizide und Herbizideauskommt. Es ist besonderes beeindruckend, das auf der ganzen Welt Lösungsansätze existieren und gleichzeitig erschreckend, wie unbekannt sie leider sind. Der Film will aber nicht nur die drastischen Konsequenzen aufzeigen, sondern ermutigt dazu, nicht aufzugeben und einen Wandel herbeiführenzukönnen. Und das Bewusstwerden über diese Umstände ist der erste Schritt zum Einsatz für eine Welt ohne Entrechtung und Genmais.

Wir möchten uns noch einmal herzlich für die zahlreiche Teilnahme an unserem Filmabend im Löwenherz bedanken. Selten hat eine unserer Aktionen solch einen guten Anklang gefunden. Wir haben uns wirklich sehr gefreut. Besonders über die anschließende Diskussionsrunde.

Jan 02

Aktion gegen Massentierhaltung mit Weihnachtsaktion

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Verwunderte Blicke begegneten uns schon als wir einen Käfig durch die Gütersloher Innenstadt trugen und hinter dem Käfig drei als Tiere verkleidete Menschen hinterherliefen. Auch als wir dann an unserem Platz angekommen waren, der dank der Stadt direkt gegenüber einer Fleischerei lag, wurden die Blicke nicht weniger. Wir nutzten die offensichtliche Verwunderung, sprachen die Passanten an und erklärten ihnen unsere Aktion. Mit gaben wir ihnen einen Flyer,  in dem, neben dem bewussten Fleischkonsum, auch die Themen wie kritischer Konsum zu Weihnachten und Alternativvorschläge dazu thematisiert wurden. Insgesamt bewerten wir die Aktion als gelungen und haben uns über die vielen verwunderten Gesichter und interessierten Menschen sehr gefreut.
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Aug 07

Stellungnahme zu vegetarisches Essen in Kantinen

Jedes Tierlein hat sein Essen…

 

Oder eben auch nicht. Fleisch zu essen wird in unserer Gesellschaft als normal angesehen, der Durchschnittsdeutsche verzehrt im Jahr um die 88,4 kg Fleisch im Jahr, ohne sich über die Konsequenzen seines Handelns große Gedanken zu machen. So wird in Südamerika und anderen Regionen extrem viel Wasser genutzt, um die Tiere heranzuziehen, Regenwald abgeholzt, globale Ungleichheiten weiter gefördert und die Massentierhaltung und das Leiden der Tiere unterstützt. Außerdem ist ein extrem hoher Fleischkonsum für den menschlichen Körper schädlich.

 

Deshalb ist es wichtig, Fleisch bewusst zu essen und andere Ernährungsformen kennenzulernen. Der Vorschlag der Grünen war es nicht, das Fleischessen zu verbieten, sondern für einen bewussten Konsum zu werben, dies wurde jedoch von der Presse stark einseitig dargestellt. Hier ein Auszug aus dem veröffentlichten Text der Grünen, der auf deren Homepage zu finden ist.

 

Wir schlagen den Veggie Day vor, nicht weil wir das Fleisch essen verbieten wollen, es geht nicht um eine Zwangsveranstaltung. Es geht darum, darauf aufmerksam zu machen, dass es anders geht und anders gehen muss. Wir leben auf Kosten derjenigen, deren Existenzen bedroht sind, weil beispielsweise der Regenwald abgerodet wird. Ein wöchentlicher Veggie Day in den Kantinen wäre ein großer Schritt für die Beendigung der Massentierhaltung und für eine gesunde Ernährung.

 

In unserer Diskussion über dieses Thema fielen uns noch andere Ideen ein, um vegetarische Ernährung populär zu machen.

 

So wäre es eine gute Idee, in jeder Kantine ein vegetarisches Gericht anzubieten, um die Wahl zu lassen und Menschen auch die Möglichkeit zu geben, spontan vegetarische Gerichte zu probieren und der wachsenden Anzahl an Vegetariern ein fleischloses Essen zu ermöglichen. Das ganze könnte auf einer freiwilligen Initiative hin aufgebaut werden, bei der Schulen, öffentlichen Einrichtungen und Firmen Hilfen an die Hand gegeben werden kann. Zudem ist auch die Abschaffung der reduzierten Mehrwertsteuer für Fleisch denkbar.

 

Unser Ziel ist die Aufklärungsarbeit und nicht der Zwang.

 

Jun 12

Bilanz des gemeinsamen vegetarischen Essen

IMAG0691An dieser Stelle wollen wir uns noch einmal bedanken, bei den Menschen, die zu unserem gemeinsamen vegetarischen Essen gekommen sind und uns so viele Impulse zum Nachdenken mitgegeben haben. Die entstandenen Gespräche über die persönliche Motivation zum vegetarischen Leben waren sehr interessant und sorgten für einen schönen Abend. Vielen Dank fürs Kommen.

 

Mai 15

gemeinsames vegetarisches Essen

Wir die grüne Jugend Kreis Gütersloh (GJGT) laden hiermit zu einem gemeinsamen vegetarischen Essen am Freitag dem 31 Mai 2013 ab 18.00 in dem Büro der Grünen Böttchergasse 4 ein.
Wenn Du schon immer einmal mehr über vegetarische Ernährung wissen wolltest, Gleichgesinnte suchst oder einfach nur einen netten Abend verbringen möchtest, heissen wir dich herzlich willkommen. Gerne kannst Du auch etwas zum Essen mitbringen. Wir freuen uns über jeden und jede, jung oder alt der/die vorbeikommt und Interesse an dem Thema mitbringt.

Dez 20

„Aktiv werden, Demokratie Lernen“

Unter diesem Motto war Tim als Mitglied unseres Kreisverbandes am 9. Dezember bei dem interkulturellen Verein Wasilissa e.V. im Jugendtreff Kattenstroth zur politischen Diskussion eingeladen.Das Projekt richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene und soll diese durch Bearbeitung verschiedener Themenfelder für politische Partizipation sensibilisieren.Das Programm für diesen Seminartag war eine Diskussionsrunde mit lokalen Jugendpolitikern. Ebenfalls eingeladen waren die Jusos und die Junge Union.

 

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Bildmitte v.l.n.r.: Felix (Jusos), Robin (Junge Union), Tim (GJ)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach einer Vorstellungsrunde, in der jedes Parteimitglied auch darstellen sollte, wieso er sich für die Jugendorganisation der jeweiligen Partei engagiert, ging es mit Fragen zur Geschichte, Ideologie und Programm der Parteien, bzw. deren Jugendorganisationen weiter.Anschließend richtete sich das Gespräch auf aktuelle politische Themen, wie die europäische Finanzkrise, die Mindestlohndiskussion in Deutschland und Umweltpolitik. Die 8 Seminarteilnehmer*innen haben sich gut vorbereitet, beteiligten sich rege an der Diskussion und zeigten sich äußerst interessiert. Auf die Frage welche weiteren Themen sie persönlich interessierten, antwortete eine der Teilnehmerinnen, dass sie die hohen Ticketpreise im öffentlichen Nahverkehr belasten würden. Zusammen mit den Jusos sind wir uns in dieser Frage einig, dass der ÖPNV langfristig mit einer deutlich geringeren Belastung für Menschen mit niedrigem Einkommen finanziert werden muss, wobei eine Finanzierung über Steuern eine mögliche Option ist.

Fazit des Vormittags: Trotz teilweise unterschiedlicher politischer Ansichten, waren sich alle Jungpolitiker einig, Engagement und Interesse an Gesellschaftlichen Themen ist das wichtigste!

Ein großes Lob möchten wir auch den Projektkoordinatorinnen Irina Scheit und Irina Kopp ausrichten, die dieses tolle Projekt ins Leben gerufen haben.

Sep 24

GJGT nimmt an Seminar der Böll Stiftung teil

 

Am 25 und 26 August nahm die Grüne Jugend Kreis Gütersloh an einem Seminar der Heinrich-Böll-Stiftung teil mit dem Titel: Eine Gruppe wieder in Schwung bringen.

Wir hatten uns zu diesem Seminar entschieden, um die Gruppenkonstellation zu festigen.

In den beiden Tagen wurde uns von Vanessa Braun kompetent grundlegendes Wissen zur Gruppen und Rollentheorie vermittelt und auf Grund dieses Wissens dann versucht auf die Gruppe zu übertragen.

 

Von kritischem Überdenken seiner eigenen Rolle und dem eigenen Verhalten ausgehend, stellten wir dem ein Fremdbild gegenüber. Durch viele kreative Ideen, veranschaulichten wir die Funktion unser Gruppe, malten, redeten und schrieben dieses nieder.

Besonders gelungen war die angewandte Methodik des Planspiels, bei dem dann an Hand eines simplen Beispieles erklärt werden konnte, wie das Handeln unserer Gruppe funktioniert.

Während des Seminares, wurden viele Missverständnisse ausgeräumt und angesprochen. Und in einem abschließenden

Feedback wurde klar, dass es allen gut gefallen hatte.

 

Wir nehmen eine Menge guter Impulse mit. Danke Vanessa

Mai 25

Same Sex Handholding

… möchte ein Zeichen gegen Homophobie setzen!
Aufgrund des internationalen Tages gegen Homophobie, der das Datum markiert, an dem die  internationale Gesundheitsorganisation Homosexualität 1992 von der Liste der Krankheiten strich, fordertenn wir öffentlich durch gleichgeschlechtliches Händchenhalten mehr Toleranz und Akzeptanz.
Denn jede Liebe verdient Respekt!
Doch noch immer haben wir keine vollkommene Gleichberechtigung erreicht, selbst rechtlich sind homosexuelle und heterosexuelle Paare nicht vollkommen gleichgestellt. Beispielsweise ist es für homosexuelle Paare beinahe unmöglich ein Kind zu adoptieren.
Das bestehende Problem lässt sich jedoch nicht auf den rechtlichen Rahmen reduzieren, besonders wir selbst können etwas gegen die Vorurteile tun. Noch immer werden die Wörter schwul und lesbisch als Schimpfwörter benutzt. Es ist an uns dagegen einzutreten und für mehr Akzeptanz zu kämpfen!

 

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